Abschiedsrituale für die Trauerfeier und die Zeit danach

Patricia Rind

Abschiedsrituale, die aus dem Leben kommen

Junger Baum im Freien, mit einem transparenten Band locker an einen Stützstab gebunden, unscharfer Waldhintergrund.

An ihre Trauerfeier denke ich oft. Ich kannte sie, und ich mochte sie sehr. Sie war jung, viel zu jung, und sie hat das Leben geliebt. Gefeiert hat sie gern, und wenn sie feierte, dann mit Weißherbstschorle. Ihr Spitzname war "Schorlequeen". Weißherbstschorle aus dem Dubbeglas natürlich, alles andere wäre bei uns in der Pfalz fast schon ein Stilbruch. (Für alle, die nicht von hier sind: Das Dubbeglas ist das Schoppenglas mit den runden Mulden, das in der Pfalz auf keinem Weinfest fehlen darf, vom Dürkheimer Wurstmarkt bis zum kleinsten Winzerfest.)


Das Trauergespräch haben wir an ihrem Sterbebett geführt. Im Krankenhaus, als es klar wurde, dass nichts mehr helfen würde. Ihr Mann saß da, ihre Schwiegereltern, und ich. Sie war schon sehr schwach. Sprechen konnte sie kaum noch, manchmal hat sie geflüstert, meistens hat sie uns mit den Händen gezeigt, was sie wollte. Daumen hoch oder runter. Eine kleine Bewegung mit der Hand, ein Nicken, wenn etwas genau richtig war.

So haben wir ihre Abschiedsrituale zusammen geplant, Stück für Stück. Die „Dubbeglas-Urne“. Die Trauerfeier im Wald, unter den Bäumen. Der Findling, bei dem sie beerdigt werden würde. Die Flasche Weißherbst mit den zwei Dubbegläsern neben der Urne und den Wein, der am Grab auf die Urne gegossen werden sollte. Und sie hat mitentschieden, mit ihren Händen und mit dem bisschen Stimme, das ihr noch geblieben war.

Zwei Tage später ist sie gestorben. Das war hart, auch für mich. Ich sitze manchmal an Sterbebetten, das gehört zu meiner Arbeit, aber bei einem Menschen, den ich kenne und mag, ist es etwas anderes. An diesem Nachmittag an ihrem Bett habe ich ruhig gesprochen und meine Arbeit gemacht, und auf dem Heimweg hatte ich Mühe, die Tränen zurückzuhalten. Als ich nach Hause kam, habe ich mir erstmal einen Tee gemacht, und lange nachgedacht. Dann fing ich an zu schreiben.

Als ich dann im Wald stand und alles so dastand, wie wir es an ihrem Bett besprochen hatten, wusste ich: Das wird ihr Tag. Ich hielt ihre Trauerrede. Punkige Rockmusik wurde gespielt. Ihre Urne wurde abgelassen, der Wein wurde auf die Urne gegossen, es wurde gewitzelt, dass sie sicherlich schon einen sitzen hatte. Die Stimmung war fröhlich, genau wie sie es gewollt hatte. Ein letztes Glas mit ihr. Ich musste schlucken und gleichzeitig lächeln, weil ich ihre Hände vor mir sah und wie sie uns an diesem Bett gezeigt hatte, dass genau das richtig für sie ist.

Genau das meine ich, wenn ich von Abschiedsritualen spreche. Nichts steifes oder künstliches, sondern etwas, das so selbstverständlich aus einem Leben kommt, dass es niemand erklären muss.

„Bei uns gibt es so etwas nicht“, sagen Sie jetzt vielleicht. „Bei uns war alles ganz normal.“ Diesen Satz höre ich oft. Und meistens erzählt mir dieselbe Familie zehn Minuten später von der verbeulten, uralten Thermoskanne voll mit Kaffee, die der Opa auf jeden einzelnen Ausflug mitgenommen hat, auch im Hochsommer, und plötzlich lachen alle und wissen, was am Grab stehen soll.

Vorbereiten müssen Sie dafür nichts. Erzählen Sie mir, wie Ihr Mensch war. Das Abschiedsritual finden wir dann zusammen, im Gespräch bei Ihnen zu Hause, ob in
Mannheim, in Ludwigshafen, in Heidelberg oder irgendwo sonst in der Metropolregion Rhein-Neckar. Und wenn keins kommt, dann kommt eben keins. Auch das ist in Ordnung, und die Trauerfeier wird trotzdem ganz bei Ihrem Menschen sein.


Inhalte


  1. Was ein Abschiedsritual ist
  2. Abschiedsrituale bei der Trauerfeier
  3. Rituale bei der Beerdigung, am offenen Grab
  4. Ideen für persönliche Abschiedsrituale
  5. Christliche Rituale beim Abschied
  6. Wenn Kinder mit Abschied nehmen
  7. Rituale nach der Beerdigung
  8. „Einer für dich, einer für mich. Du fehlst hier, Bro.“
  9. Wenn Ihnen ein Ritual fremd bleibt

Was ein Abschiedsritual ist


Was ist das eigentlich, ein Abschiedsritual? Ich erkläre das am liebsten mit zwei Menschen, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Die eine ist eine Frau, die jedes Jahr an Weihnachten einen kleinen Christbaum auf das Grab ihres Mannes stellt. Sie schmückt ihn, mit Kugeln und allem, was dazugehört, so wie die beiden es jedes Jahr zu Hause gemacht haben. Weihnachten war ihr Fest. Er liebte Weihnachten, sie sagte, dass er dann "wie ein Kind war". Daran hat sein Tod nichts geändert.

Wenn ich an sie denke, sehe ich sie im Dezember vor dem Grab knien, mit kalten Fingern und einer Schachtel Christbaumkugeln neben sich, und ich finde, schöner lässt sich kaum zeigen, wie sehr Nähe zu jemandem, der fehlt entstehen kann.

Die andere ist eine Mutter. Sie setzt sich an das Grab ihres Kindes und liest ihm vor. In den ersten Monaten jeden Abend, später, zwei, drei Mal pro Woche. Sie liest ihm die Bücher vor die es liebte, so wie früher. Das war ihre gemeinsame Zeit, und sie hört nicht damit auf, nur weil ihr Kind nicht mehr antworten kann. Ich weiß, dass manche Leute da den Kopf schütteln. Sollen sie. Wer das komisch findet, hat noch nicht erlebt, dass Liebe nicht einfach aufhört, wenn ein Mensch gestorben ist.

Beide Frauen tun dasselbe. Sie machen weiter mit dem, was sie mit ihrem Menschen verbunden hat, und geben dem Abschied damit eine Form, die sie anfassen können. Die greifbar ist. Die ihren verlorenen Menschen näher bringt. Das ist ein Abschiedsritual. Dafür gibt es keine Regeln und keine Vorschrift, wer dabei sein oder was gesagt werden muss. Wichtig ist allein, dass es zu Ihrem Menschen gehört und zu Ihnen.


Mehr ist ein Abschiedsritual nicht: eine Handlung, die zu einem Menschen gehört und die Sie weiter tun oder ein letztes Mal tun, weil Worte gerade nicht reichen. Ob Sie es Abschiedsritual nennen oder Trauerritual, ist dabei ganz egal. Regeln gibt es dafür keine. Richtig ist, was sich für Sie richtig anfühlt, und niemand muss Ihnen dafür die Erlaubnis geben.

Im
Gespräch frage ich deshalb nach dem Leben, nach den Gewohnheiten und nach dem, was typisch war. Was machte er am liebsten? Was lief im Radio, wenn sie ihre berühmten "Oma-Schnitzel" gekocht hat? Und irgendwann, meistens mitten in einer ganz anderen Geschichte, hält jemand inne und sagt: „Wissen Sie was? Das machen wir.“ Dann weiß ich, dass wir es gefunden haben.

Abschiedsrituale bei der Trauerfeier


In der Trauerhalle sitzen alle erst einmal auf ihren Stühlen und wissen nicht so recht, wohin mit sich, ob auf dem Hauptfriedhof in Frankenthal oder in der kleinen Halle eines Dorffriedhofs in der Pfalz. Die Hände liegen im Schoß, jemand knetet sein Taschentuch, die Musik beginnt. Genau hier kann ein kleines Abschiedsritual bei der Trauerfeier viel ausmachen, weil es den Menschen etwas zu tun gibt in einer Stunde, in der sie sich sonst nur festhalten.

Bei einer Frau, die jeden Morgen mit ihrem Kreuzworträtsel und einer Tasse Kaffee in den Tag gestartet ist, lag vorne neben der Urne ihr letztes Rätsel. Halb ausgefüllt, der Kugelschreiber steckte noch drin. Mehr brauchte es nicht. Jeder, der hereinkam, hat hingeschaut, und ich habe gesehen, wie einige lächeln mussten, bevor ihnen die Tränen kamen.

Manchmal stehen vorne Erinnerungsstücke. Die Urne, bemalt vom Enkel. Sein Motorrad. Ihre Lieblingspralinen. Manchmal liegt ein Buch beim Trauerkaffee aus, in das jeder eine Erinnerung schreibt, einen Satz, eine Anekdote, irgendetwas, das die Familie später zu Hause lesen kann, wenn es ruhiger geworden ist. Und manchmal steht einfach ein Foto vorne, auf dem sie lacht, und das reicht völlig.

Wenn es ein Ritual gibt, bei dem alle mitmachen sollen, kündige ich es in der
Trauerrede an. Ich sage, was wann kommt und dass jeder in seinem eigenen Tempo mitmachen kann. Das klingt nach einer Kleinigkeit. Aber niemand soll unsicher auf seinem Stuhl sitzen und überlegen, ob er jetzt aufstehen muss oder lieber sitzen bleibt. Diese Sorge nehme ich den Menschen ab, damit sie bei ihrem Menschen sein können. Mehr darüber, was bei einer Trauerfeier sonst noch alles möglich ist, von der Musik bis zum Ort, habe ich im Beitrag über die freie Trauerfeier aufgeschrieben.

Rituale bei der Beerdigung, am offenen Grab


Am Grab wird es für viele Familien noch einmal richtig schwer, schwerer noch als in der Trauerhalle. Der Sarg oder die Urne wird hinuntergelassen, und auf einmal ist es endgültig. Ich bleibe bis zum Schluss, wenn Sie das möchten.

Gerade an diesem Ort helfen die einfachsten Gesten, und oft sind es genau die schönsten Rituale für die Beerdigung. Eine Schaufel Erde oder eine Handvoll Blütenblätter, die jeder auf den Sarg wirft. Wer möchte, gibt seinem Menschen einen Brief mit. Manche legen ihn ins Grab, andere verbrennen ihn dort. Kleine Kinder malen oft Bilder. Ein Enkel hat seiner Oma einmal einen Brief geschrieben, den außer ihr niemand lesen sollte, und hat ihn ganz vorsichtig auf die abgelassene Urne gelegt. Seine Mutter hat nicht gefragt, was drinsteht. Das war richtig so.

Wenn am Grab ein Lied laufen soll, ist das kein Problem. Eine Anlage gibt es dort nicht, aber wenn niemand von Ihnen einen Lautsprecher hat, bringe ich meinen kleinen Bluetooth-Lautsprecher mit. Ich habe schon Schlager am Grab gehört und Rockmusik (Highway to Hell), und einmal sang die ganze Trauergemeinde „Ich war noch niemals in New York“ mit, mehr schlecht als recht, aber aus vollem Herzen.

Und dann gibt es den Wein oder den Sekt. Von der jungen Frau mit dem Weißherbst habe ich oben erzählt. Ein Glas am Grab kann ein wunderschönes Ritual sein. Denn, ein Glas zu heben ist so alt wie die Menschheit, und alle verstehen es. Auf Wunsch spreche ich am offenen Grab auch ein Gedicht und/oder das Vaterunser, dazu mehr weiter unten bei den christlichen Ritualen.

Ideen für persönliche Abschiedsrituale


„Haben Sie nicht ein paar Ideen für Abschiedsrituale?“, fragen mich Familien oft, und das ist eine gute Frage. Ich habe welche. Aber die schönsten Ideen kommen fast immer von Ihnen, weil Sie Ihren Menschen kennen und ich nicht.

Trotzdem hilft es manchmal zu hören, was andere gemacht haben. Manchmal zünden wir Wunderkerzen an, weil der Opa jetzt ein Stern im Himmel ist. Ein Mann, der sein Leben lang in einer Rockband gesungen hat, bekam zum Abschied Miniatur-Musikinstrumente mit, während "Highway to Hell" lief. Ruhig war das nicht. Aber schön.

Die Familie einer Frau, die ihren Garten über alles geliebt hat, gab jedem Gast ein Tütchen mit Samen, damit im nächsten Frühjahr überall eine Erinnerung an sie wächst. Andere Familien verteilen Zettel an die Gäste und bitten um eine Erinnerung an ihren Menschen.

Wichtig ist mir nur eins: Das Ritual soll zu Ihrem Menschen passen. Wenn ein Vorschlag aufgesetzt wirkt, lassen wir ihn weg. Ein Abschiedsritual ist ein Geschenk an den Menschen, um den Sie trauern, und an Sie selbst. Abhaken muss es niemand.

 Christliche Rituale beim Abschied


Viele Familien, die zu mir kommen, sind aus der Kirche ausgetreten oder haben keinen Pfarrer, der die Trauerrede hält. Und trotzdem hat die Oma bis zuletzt abends gebetet, oder der Vater wollte unbedingt, dass am Grab das Vaterunser gesprochen wird. Dann fragen sie mich vorsichtig, ob das bei einer freien Trauerfeier überhaupt geht.

Es geht. Ich halte auch christlich geprägte
Trauerreden, mit Bibelversen und dem Vaterunser, und wenn Sie sich einen Segen wünschen, spreche ich auch den. Niemand fragt dabei nach einem Taufschein oder danach, wann Sie ausgetreten sind.

Am offenen Grab spreche ich zum Beispiel das Vaterunser, langsam, damit alle mitkommen. Und es passiert fast jedes Mal: Erst sprechen zwei oder drei mit, dann werden es mehr, und am Ende spricht die halbe Trauergemeinde, auch die, die seit Jahrzehnten in keiner Kirche mehr waren. Die Worte sind noch da. Sie haben nur darauf gewartet.

Auch eine Kerze, die angezündet wird, ein Gedicht von Dietrich Bonhoeffer oder ein Bibelvers auf der Traueranzeige können zum Ritual werden. Was davon zu Ihrem Menschen passt, besprechen wir im Gespräch. Wie eine Trauerfeier ohne Pfarrer abläuft, wenn sie trotzdem christlich geprägt sein soll, habe ich bei der
Trauerrede ohne Pfarrer beschrieben.

Wenn Kinder mit Abschied nehmen


Kinder fragen anders. Sie wollen wissen, ob die Oma im Sarg friert und ob sie die Kuscheldecke mitnehmen kann. Erwachsene zucken bei solchen Fragen manchmal zusammen. Ich finde sie wunderbar, weil Kinder damit genau das tun, worum es bei einem Abschiedsritual geht: Sie wollen etwas für ihren Menschen tun.

Lassen Sie sie. Ein Kind, das ein Bild für den Sarg malt, einen Brief diktiert, die Urne bemalt oder sein Lieblingskuscheltier neben die Urne setzt, hat danach etwas in der Hand, an das es sich erinnern kann. Es war dabei. Es hat etwas gegeben. Das hilft Kindern oft mehr als jede Erklärung, warum die Oma jetzt nicht mehr da ist.

Wenn ein Kind etwas mitbringt, erwähne ich das gern in der
Trauerrede. Ein Satz reicht, etwa dass das Bild mit der großen gelben Giraffe von der kleinen Enkelin ist, und plötzlich sitzt da ein Mädchen in der ersten Reihe ein bisschen gerader.

Kinder trauern anders als Erwachsene, sprunghafter, manchmal mitten im Spiel. Mehr dazu, wie Sie Ihr Kind in dieser Zeit begleiten können, steht in meinem Beitrag darüber,
wie Kinder trauern.

Rituale nach der Beerdigung


Nach der Beerdigung wird es ruhig. Die Gäste fahren nach Hause, die Karten und Anrufe hören irgendwann auf, und das Umfeld erwartet nach ein paar Wochen, dass es wieder geht. Das Fehlen und die Trauer hören aber nicht auf, nur weil die Trauerfeier vorbei ist.

Gerade jetzt helfen Rituale, die wiederkommen. Eine Familie trifft sich jedes Jahr am Geburtstag des Vaters an seinem Grab. Sie bringen seinen Lieblingswein mit und stoßen mit ihm an, so wie sie es jedes Jahr an seinem Geburtstag getan haben, als er noch dabei war. So machen sie weiter, mit ihm.

Die Frau mit dem Christbaum habe ich oben schon erwähnt. Andere zünden am Todestag eine Kerze an oder fahren jeden Sommer an den Ort, an dem sie mit ihr so oft im Urlaub waren. Solche Tage geben dem Jahr wieder eine Form, wenn alles andere durcheinandergeraten ist.

Und wenn Sie merken,
dass Sie in dieser Zeit jemanden zum Reden brauchen, jemanden außerhalb der Familie, dann bin ich auch nach der Trauerfeier für Sie da. In der Trauerbegleitung, persönlich bei Ihnen in der Metropolregion Rhein-Neckar, am Telefon oder per Videocall, so wie es für Sie passt.

„Einer für dich, einer für mich. Du fehlst hier, Bro.“


Das haben mir Jugendliche erzählt, die sich immer wieder am Grab ihres Freundes treffen. Sie spielen Karten, reden, trinken ein Bier. Und für ihn stellen sie auch eine Flasche hin.

„Einer für dich, einer für mich. Du fehlst hier, Bro.“

Ich gebe zu, beim ersten Hören hatte ich einen Moment lang Tränen in den Augen, und gleich danach musste ich lächeln. Für Erwachsene, die vorbeigehen, sieht das vielleicht aus wie Jugendliche, die auf dem Friedhof abhängen. Und dann ärgern sich die Erwachsenen über "die respektlose Jugend von heute". Für diese Jungs ist es das Einzige, was sich richtig anfühlt. So sah ihre Freundschaft immer aus: zusammen sitzen, Karten, ein Bier, dummes Zeug reden. Daran ändern sie jetzt nichts, nur weil einer von ihnen fehlt.

Ihre Trauer ist genauso echt wie die einer
Witwe, die jeden Sonntag frische Blumen bringt. Sie sieht nur anders aus. Und sie verdient genauso viel Respekt.

Wenn Sie selbst einen Freund oder eine Freundin verloren haben und nicht wissen, wo Ihr Platz bei der Trauerfeier ist, lesen Sie gern meinen Beitrag über die
Trauerrede für einen Freund oder eine Freundin.

Wenn Ihnen ein Ritual fremd bleibt


Und wenn Sie das alles lesen und denken, nichts davon passt zu uns? Dann passt es eben nicht. Das ist völlig in Ordnung, und Sie müssen sich dafür bei niemandem rechtfertigen, besonders nicht bei mir.

Manche Familien möchten keine Kerzen und keine Lieder zum Mitsingen. Sie möchten zuhören, eine gute halbe Stunde lang, und dann gemeinsam ans Grab gehen. Für sie ist die
Trauerrede selbst das Ritual, das einzige, das sie brauchen. Und das ist eine sehr gute Wahl.

Was ich Ihnen versprechen kann: Ich schlage nichts vor, was nicht zu Ihrem Menschen passt, und ich überrede niemanden. Wenn wir im Gespräch merken, dass sich etwas quasi aufdrängt, gut. Wenn nicht, auch gut.

Trauerfeiern halte ich in Mannheim und Ludwigshafen, in Heidelberg und Speyer, an der Weinstraße und überall in der Metropolregion Rhein-Neckar, in der Trauerhalle, am Grab und im Wald. Wenn Sie gerade vor diesem Abschied stehen und überlegen, wie er aussehen soll,
rufen Sie mich an. Erzählen Sie mir von Ihrem Menschen, den Rest finden wir zusammen.

Und wenn Ihr Mensch am Liebsten Weißherbstschorle getrunken hat, dann wissen Sie ja jetzt, was zu tun ist.

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