Eine Trauerfeier, die zu diesem Menschen passt
Vielleicht sitzen Sie gerade vor einem Blatt mit Fragen vom Bestattungshaus und wissen bei der Hälfte nicht, was Sie antworten sollen. Und über allem steht die Sorge, etwas falsch zu machen bei etwas, das sich nicht wiederholen lässt.
Falsch machen können Sie wenig. Es gibt keine Vorschrift, wie eine
Trauerfeier
auszusehen hat, und keine Konvention, die Sie erfüllen müssten.
Als
freie Trauerrednerin in der Metropolregion Rhein-Neckar gestalte ich die Trauerfeier gemeinsam mit Ihnen. Ob weltlich oder christlich geprägt, ob in einer Trauerhalle, im Freien oder an einem Ort, der diesem Menschen wichtig war.
Wenn Sie mögen,
rufen Sie an
und wir gehen die offenen Fragen einmal durch. Danach wissen Sie mehr als jetzt.
Was bei einer freien Trauerfeier möglich ist
Mehr, als die meisten Familien denken.
Manche wünschen sich wenige Worte und lange Pausen. Andere möchten erzählen, Fotos zeigen, hinterher gemeinsam essen. Wieder andere wollen ausdrücklich, dass gelacht wird, weil dieser Mensch sein Leben lang gelacht hat.
Es steht nirgends geschrieben, dass Abschiedsmusik traurig sein muss. Es steht auch nirgends, wie feierlich es zugehen soll. Wenn Trauergäste sprechen möchten, sind sie willkommen, und wenn Ihnen selbst die Worte fehlen, spreche ich für Sie.
Manchmal wissen Angehörige genau,
wie der Abschied aussehen soll. Manchmal ist da nur das Gefühl, dass es anders werden soll als das, was sie bisher erlebt haben. Beides ist ein guter Anfang, und aus beidem lässt sich etwas machen.
Meine Aufgabe ist es, Ihnen zu zeigen, was möglich ist. Entscheiden tun Sie.
Wie der Tag abläuft
Wahrscheinlich weiß niemand in Ihrer Familie genau, was an diesem Morgen wann passiert, und fragen mag es auch keiner. Steuern müssen Sie davon nichts.
30 bis 45 Minuten vor Ihnen bin ich da. In dieser Zeit spreche ich mit dem Friedhofspersonal und mit Ihrem Bestatter oder Bestatterin und kläre, was noch offen ist. Mit der Organistin oder dem Organisten gehe ich durch, welches Lied wann kommt und woran sie merken, dass es jetzt so weit ist. Diese Zeichen arbeite ich in die Trauerrede ein, damit die Musik zum Abschied gehört und nicht als Lücke dazwischensteht.
Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt schon da sind und Fragen haben, bin ich dafür da. Oft werde ich in dieser halben Stunde in den Arm genommen, noch bevor ein Wort gefallen ist. Meistens sitzen um diese Zeit schon die ersten Menschen in der Trauerhalle, oder es wird gerade von der Trauerfeier davor aufgeräumt.
Dann spreche ich.
Danach kommt das Friedhofspersonal. Die Urne wird getragen, manchmal von jemandem aus Ihrer Familie, ein Sarg wird auf einem Sargwagen gerollt. Ich gehe neben dem Friedhofsmitarbeitenden oder kurz dahinter. Trägt ein Angehöriger die Urne, geht er oder sie zwischen uns, hinter uns die Trauergemeinde.
Am Grab warten wir, bis alle da sind. Erst dann wird abgelassen.
Zum Schluss werfe ich Blumen oder Erde hinunter, verbeuge mich und sage meistens etwas wie Ruhe in Frieden, Lotti. Dann gehe ich.
Zum Kaffee komme ich nicht mit. Das ist in all den Jahren ein einziges Mal angeboten worden, und ich bin nicht mitgegangen. Dieser Teil gehört Ihnen und den Menschen, die dazugehören.
Ob ich mich vorher von Ihnen verabschiede, hängt davon ab, wie Sie am Grab stehen und wie die Situation ist. Manchmal ist es nur ein kurzer Druck auf den Arm. Ich bin dort auch schon umarmt worden, und mir ist die Hand geschüttelt worden. Das kommt auf die Menschen und die Situation an.
Musik
Musik erreicht Menschen dort, wo Sprache nicht mehr hinkommt. Bei einer freien Trauerfeier wählen Sie, welche.
Was bei mir schon lief: Highway to Hell am Grab. Stairway to Heaven sowieso. Atemlos. Dein ist mein ganzes Herz. Und Musik aus dem Phantom der Oper.
Falls Sie also zögern, weil sein Lieblingslied nicht nach Trauerfeier klingt: Es passt, wenn es zu ihm passt. Ich habe noch nie erlebt, dass so etwas eine Trauerfeier beschädigt hätte. Ich habe erlebt, dass Menschen dabei zum ersten Mal seit Tagen aufgeatmet haben.
Wenn Sie unsicher sind, welches Stück das richtige ist, suchen wir gemeinsam. Und ich arbeite die Musik in die Trauerrede ein, damit sie zum Abschied gehört und nicht nur im Hintergrund läuft.
Technisch ist fast alles machbar. Was rechtlich gilt und wer die Musik in der Halle abspielt, steht in meinen
häufigen Fragen.
Abschied am Grab
Der Moment am Grab ist oft der schwerste des Tages. Er ist auch der, an den sich Familien später am genauesten erinnern.
Ein
Ritual kann helfen, diesen Übergang bewusst zu gestalten. Was das sein kann, ist so verschieden wie die Menschen, die trauern.
Eine Kerze, angezündet für das Licht, das dieser Mensch ins Leben anderer gebracht hat. Eine Blume ins Grab, als letzter Gruß. Wunderkerzen, die die Kinder gemeinsam anzünden und in die Erde stecken. Ein gemeinsames Vaterunser. Ein Gedicht, das ich vortrage. Oder ein persönlicher Gegenstand, der eine Geschichte erzählt, die nur Ihre Familie kennt.
Kein Ritual ist richtiger als ein anderes. Was zählt, ist, dass es zu Ihnen passt und zu dem Menschen, von dem Sie sich verabschieden.
Ich begleite Sie durch diesen Moment, mit Worten oder ohne, und ich bleibe bis zum Schluss.
Wenn der Abschied schwer ist
Manche Trauerfeiern haben zusätzlich etwas zu tragen. Nach einem Suizid. Beim Tod eines Sternenkindes. Wenn ein Leben viel zu früh geendet hat oder wenn die Umstände so sind, dass im Ort darüber geschwiegen wird.
Angehörige fürchten dann oft zweierlei gleichzeitig: dass etwas Falsches gesagt wird, und dass gar nichts gesagt wird.
Bei mir wird nichts beschönigt und nichts übergangen. Was geschehen ist, benenne ich, ohne es auszubreiten, und dann spreche ich über den Menschen, der vorher da war. Was öffentlich gesagt wird und was zwischen uns bleibt, entscheiden Sie vorher, und daran halte ich mich.
Ausführlich steht das unter
Umgang mit Trauer nach Suizid und unter
Sternenkinder.
Auf Deutsch und auf Englisch
Beide Sprachen spreche ich auf Muttersprachniveau. Die
Trauerrede halte ich auf Deutsch, auf Englisch oder in beiden Sprachen.
Wenn Kinder oder Enkel im Ausland aufgewachsen sind und sonst kein Wort verstehen würden, macht das den Unterschied zwischen Dabeisein und Danebensitzen.
Und die Zeit danach
Eine Trauerfeier ist auch ein Anfang, so seltsam sich das gerade anhören mag. Danach kommt ein Alltag, der sich fremd anfühlt, und der beginnt für die meisten Menschen mit großer Erschöpfung.
Als Trauerbegleiterin bin ich auch nach diesem Tag für Sie da, wenn Sie das möchten. Persönlich, telefonisch oder per Videocall. Mehr dazu steht unter
Trauerbegleitung.
Melden Sie sich, wann immer Sie so weit sind. Ich rufe nicht von mir aus an.
Was Angehörige mir geschrieben haben
Liebe Frau Rind, vielen Dank nochmal für die schöne Rede, die Sie für unseren Papa gehalten haben.
Liebe Grüße,
Stephanie B.
Liebe Frau Rind, ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre einfühlsame Trauerrede und die tröstenden Worte. Nochmals herzlichen Dank.
Ihre
Birgitt W.
Liebe Patricia, vielen Dank für die sehr schöne Rede. Viele Gäste haben ausdrücklich die Rede gelobt.
Viele Grüße,
Klaus P.
Was Sie außerdem auf meiner Seite finden
Noch mehr Einblicke in meine Arbeit
In meiner YouTube-Playlist Würdevolle Abschiede spreche ich darüber, wie sich eine Trauerfeier persönlich gestalten lässt, was ich dabei schon erlebt habe und wie weit das gehen kann.
Falls Sie noch überlegen, ob Sie sich einen Abschied jenseits des Üblichen überhaupt zutrauen: Dort finden Sie Beispiele.





